Spinalkanalstenose

Ein 59jähriger Mann kam in die Praxis mit der ärztlich gesicherten Diagnose einer Spinalkanalstenose im Halswirbelsäulenbereich. Er hatte bewegungsabhängige Schmerzen im Bereich des rechten Schulterblatts und auch im rechten Arm (C7-Syndrom). Von ärztlicher Seite sollte ein konservativer Therapieversuch durchgeführt werden, die einschlägigen Untersuchungen (MRT, NLG) deuteten aber darauf hin, dass auch eine Operation indiziert war.

Bei der Untersuchung fiel auf, dass auch nur leichte Mobilisationen der Halswirbelsäule die typischen Schmerzen auslöste oder verstärkte. Die Situation stellte sich somit als sehr akut dar. Der Therapieansatz wurde dann so gewählt, dass die Halswirbelsäule gar nicht behandelt wurde. Vielmehr wurden die Nerven des Armplexus in ihrem Verlauf in den rechten Arm hinein an den Stellen behandelt, an denen sie zusätzlich zur Halswirbelsäule noch eingeengt sein können. Dies sind verschiedene Strukturen im Bereich des oberen Brustkorbs (Fossa supraclavicularis major, subclaviculärer Raum, Axilla etc.). Innerhalb von sechs Wochen wurden 11 Behandlungen á 30 Minuten durchgeführt. Die Schmezen gingen deutlich zurück und eine ärztliche Kontrollmessung nach dieser Zeit bestätigte das positive Ergebnis - ein Operation war nicht mehr nötig!

Die Spinalkanalstenose ist ein Krankheitsbild was nicht immer so gut zu behandeln ist, wie in diesem Fall. Aber ein konservativer osteopathischer Therapieversuch sollte man in jedem Fall wagen.